Machtspiele (7)


Es ist seltsam wieder als Mensch in den Gassen der Stadt unterwegs zu sein. Ich werde hier und dort etwas seltsam angesehen. Verständlich wenn ich so an mir runterschau. Notkleidung. Naja, immerhin ein Metalshirt und die Kleidung ist schwarz. So richtig wohl fühle ich mich dennoch nicht in den Klamotten. Oder liegt es wohl eher daran, dass ich nicht mehr ein Mensch sein will?
Wir sind auf dem Weg zu einer Kneipe, in welcher, wie Kevin meinte, sich Chris fast jeden Abend aufhält. Er spielt dort Billard und wettet gerne auf den Ausgang des Spiels. Die Einsätze sind meist sehr hoch, jedoch gewinnt er auch so gut wie jedes mal. "Da, die Bar ist es", kommentiert Kevin als wir uns einer lauten Kneipe nähern. Er bleibt jedoch stehen. "Was ist denn los?" "Ich weiss nicht so recht. Ich habe ein ungutes Gefühl Sabritt. Ich glaube wir sollten heute diese Kneipe meiden." "Das bildest du dir ein. Komm schon, ich habe sowieso mal wieder Lust auf ein richtiges Bier nach all den Jahren!", erwidere ich grinsend. Ohja.. Ein kühles Bier. Das wäre jetzt wirklich perfekt. Widerwillig folgt er mir, als ich die Tür zur Kneipe öffne. Vorsichtig wage ich mich hinein. Niemand bemerkt mich. Ja klar, ich bin ja auch nicht in meiner Wolfsgestalt. Ansonsten würde wohl Panik ausbrechen. Beim Gedanke an dieses Szenario, muss ich sofort grinsen. Einen freien Tisch finden wir schnell und es dauert auch nicht sehr lange, bis sich eine Angestellte zu uns stellt und unsere Bestellung aufnimmt. Kevin blickt durch den Raum, wohl auf der Suche nach Chris. Er scheint sich nicht wohl zu fühlen und rutscht auf seinem Stuhl dauernd hin und her. "Jetzt beruhige dich doch erst mal. Ein bisschen Alkohol wie früher und dann kehrt die Ruhe ein. Wir geniessen jetzt zuerst mal unser Bier und dann schauen wir wegen Chris. Vielleicht ist er heute ja auch gar nicht hier." "Er ist fast immer hier. Es würde mich wundern, wenn er heute auf das Geld verzichten würde. Es ist Samstag, mehr ahnungslose Trottel gibt es hier sonst nicht welche mit Geld wetten." Naja wo er recht hat. Nach kurzer Zeit kommt auch schon die Bedienung angedackelt mit unserem Bier. Hohe Schuhe.. Ich habe nie verstanden wie Frauen damit rumlaufen können, oder warum sie es überhaupt tun. Sie sieht jedoch sehr hübsch aus. Ich schnappe mir mein Bier, hebe es hoch und streck es Kevin hin. "Auf das Leben, würde ich sagen." Kevin hebt sein Bier ebenfalls und stösst es gegen meines, so dass ein leises Klirren zu vernehmen ist. "Prost!", rufe ich und trick einen grossen Schluck. Wow ist das herrlich. Das habe ich so vermisst. Zeitgleich geht mir gerade durch den Kopf, wie es wohl ist, in der Wolfsgestalt betrunken zu sein. Ich schüttel den Gedanken aber auch sofort wieder ab, dies wäre nämlich sicher keine gute Idee, es auszuprobieren. "Ich muss mal kurz auf Klo", spricht Kevin. Er steht auf und eilt in Richtung der Toiletten. Der hat es aber eilig. Schwirrt es mir durch den Kopf. Ich lausche der Musik welche aus den Boxen dröhnt. Nicht gerade mein Stil. Scheint wohl Radio zu sein. Langsam lasse ich meinen Blick durch die Menschenmenge streifen, als ich bemerke.. Wieso glotzt der mich so an? Ein gross gebauter Kerl grinst mich an. Kurze Haare, gut gebaut und muskulös. Er trägt ein blaues Shirt, schwarze Hosen und weisse Turnschuhe. Hat der denn keinen Spiegel zuhause oder was? Der ist ja mal so gar nicht mein Typ.. Ich habe auch nie verstanden, warum Frauen so sehr auf Muskelpakete stehen. Was will man denn damit? Da liegt man ja auf Stein.. Ich scheine so ganz allgemein irgendwie vieles nicht zu verstehen was ein normales Mädchen mag oder ausmacht. Normal war ich ja sowieso noch nie.. Es dauert nicht lange, als der Kerl plötzlich neben mir am Tisch steht. Oh bitte nicht.. "Na du schwarzer Engel? Wieso sitzt du denn hier so alleine?" Na toll. Einer von den 0815 Kerlen mit Sprüchen die billiger sind als seine Kleidung. "Ich habe auf dich gewartet, was glaubst du denn?", erwidere ich mit einem sarkastischen Lächeln. Er setzt sich auf den Stuhl von Kevin und lächelt mich begeistert an. Fuck.. "Das gehört sich aber nicht, dass so eine hübsche Frau, so alleine hier rumsitzt. Hast du nicht Lust mit mir und meinen Freunden etwas zu trinken und spass zu haben?" Ich kotz gleich über den ganzen Tisch.. "Versuch dein Glück lieber bei den billigen Tussen die mehr Schminke im Gesicht haben, als Hirnzellen im Kopf." "Du kannst mich mal! Blöde Kuh.." Endlich steht er auf und stampft genervt zu seinen Freunden zurück. Sie quatschen irgendwas und Blicken andauernd in meine Richtung. Von solchen Kerlen gibt es leider zu viele. Langsam drückt auch mir die Blase. Kevin ist noch immer nicht zurück. Ich entschliesse mich trotzdem kurz die Toilette aufzusuchen. Ein grosser Schluck aus meinem Bierglas damit es leer wird. Ich steh auf und geh in Richtung der Toiletten. Leer.. Ansonsten stehen die Weiber doch immer Schlange? Ich schlüpf in die erste Kabine, öffne meine Hose und zieh diese und die Unterhose zusammen herunter. Viel besser als irgend eine dunkle Ecke oder der Wald.. Ich wisch mich an, zieh mich wieder an und öffne die Tür. Plötzlich trifft mich der Schlag. "Du dämliche Gans hast wohl gedacht, du kannst so mit mir reden, was? Dir werde ich Manieren beibringen!" Der Trottel von vorhin.. mit einem Freund als Begleitschutz oder was? Er packt mich am Kragen und schiebt mich zurück in die Kabine, sein Kumpel folgt uns und schliesst die Tür von innen ab. "Schrei einmal und ich schwöre dir, dass du diesen Raum nicht lebendig verlassen wirst!" Mein Puls rast. Meine Augen weiten sich, als ich plötzlich seine Hand auf meiner Hose spüre. Mit der rechten Hand drückt er mich gegen die Wand, mit der Linken öffnet er meine Hose und schiebt diese nach unten. Bitte... nicht... schiesst es mir durch den Kopf. Ich spüre meinen Herzschlag rasen. Die Kraft kehrt zurück. Mein ganzer Körper zittert und meine Hände ballen sich zu Fäusten. Ich versuche es zu unterdrücken. Ich spüre das Adrenalin. Wie Kohlensäure und Blitzschläge pulsiert es mir durch den ganzen Körper. Die Energie breitet sich blitzschnell in meinem Kreislauf aus. Als ich sehe dass er sich die Hose und Shorts herunterzieht und spüre, wie er sich mit seinem Ständer gegen mich presst, kann ich es nicht mehr unterdrücken. Ich schreie - Brülle - Knurre! Erschrocken lässt er mich plötzlich los. Meine Kleider reissen und hängen nun in Fetzen von mir herunter. Er blickt nach oben - mir in die Augen. Die Augen der Beiden füllen sich mit Angst, gerade als sie sich umdrehen wollen um zu fliehen, packe ich sie Beide an den Schultern. Was für ein Hochgefühl den Spiess der Todesangst umzudrehen! Ich drücke sie zu boden. Seinem Freund zerfetze ich mit meinen Zähnen den Hals. Das Blut schiesst aus der aufgerissenen Arterie und taucht die Kabine in ein herrliches Rot. Der Andere versucht sich zu wehren und aufzustehen. Rutscht jedoch mit seiner Hand dauernd auf dem Blut von seinem Freund aus. Er möchte schreien, scheint jedoch vor Angst gelähmt zu sein. Ich packe ihn am Hals und drücke zu. "Du elender Mistkerl! Du glaubst ihr könnt mit den Frauen tun was immer ihr gerade wollt! Wir sind keine Objekte und schon gar kein Sexspielzeug das ich gebrauchen und wegwerfen könnt, wie es euch gerade passt!", knurre ich ihn mit rauer Stimme an. Mit meinen Krallen zerreisse ich sein Shirt und versenke sie langsam in seiner Brust. Tränen bahnen sich den Weg über seine Wangen und tropfen zu boden. Schreien kann er ja nicht, dafür sorgt der Würgegriff. Machtspiele machen spass. Und der hat es nicht anderst verdient! Die Wut breitet sich aus in mir. Gefährliche Mischung zusammen mit der Kraft und dem Adrenalin in mir. Ich ziehe meine Pfote nach unten, damit sich lange und tiefe Wunden auf seiner Brust ausbreiten. Das Blut fliesst in Strömen heraus und bilden auf dem Boden eine weitere Lache, zusammen mit dem But von seinem Kumpel. Mit zwei Krallen drück ich ihm so lange gegen die Augäpfel, bis ich ein leises 'Plopp' höre und meine Krallen in den Höhlen einsinken. Noch immer versucht er zu schreien. Und zugegeben, ich geniesse das gerade sehr! Mit einer Klaue zerfetze ich ihm die rechte Brustwarze und kratze und grabe immer weiter. Lautes Knacken und Krachen durchhallt die Toilette, als ich ihm ein paat Rippen breche. Nach kurzem weiter graben, bin ich angekommen: Sein Herz! Ich greife danach und reiss es ihm heraus. Du hast es nicht verdient, ein Herz zu besitzen! Es riecht so süss.. Es fühlt sich richtig gut an in meiner Hand. Ich kann nicht widerstehen und tu es.. Ich öffne meinen Kiefer und beisse hinein. Ohh schmeckt das fabelhaft! Besser als Reh und Ratte zusammen. Nach kurzer Zeit ist der Muskel auch schon aufgegessen, als plötzlich die Tür aufgeht. Ich krach gegen die Tür der Kabine um diese zu zerbrechen. Ein junges Mädchen blickt mich an und erstarrt sofort vor Angst. Verdammt!! Sie schreit. Lauthals kreischt sie durch das gesamte Gebäude. Ich flitze auf allen vier Pfoten zum Fenster und springe durch. Das Glas ist dick, aber hält dennoch nicht stand. Sofort zersplittert es und ich flüchte..